Darmmassage

Darmmassage – So förderst Du die Verdauung

Hast Du bei der letzten Weihnachtsfeier zugeschlagen und die fette Gans liegt schwer im Magen? Oder hast Du des Öfteren mit einem Blähbauch zu kämpfen und weißt nicht, wie Du diesen Problemen auf den Grund gehen kannst?

Verdauungsprobleme stellen eine große Beeinträchtigung dar. Du fühlst Dich nur in der Nähe einer Toilette wohl und vermeidest nach Möglichkeit längere Termine.

Die Darmmassage kann Dir helfen, die Beschwerden auf natürliche Weise zu lindern. Dabei massierst Du bestimmte Punkte, mit denen die Tätigkeit des Darms gefördert wird, sodass die Verdauungsprobleme der Vergangenheit angehören. Erfahre, wie Du diese Massage ganz einfach selber durchführst.

Bei welchen Beschwerden hilft die Darmmassage?

Mit einem sanften Massieren der Bauchregion linderst Du Verstopfungen, ein Völlegefühl und den Blähbauch

Die Darmmassage ist auch unter dem Begriff der Kolonmassage bekannt. Sie ist immer dann eine große Hilfe, wenn Du unter Verstopfungen, einem Völlegefühl oder einem Blähbauch leidest. Diese Beschwerden sind nicht nur unangenehm, sondern gehen teilweise auch mit starken Schmerzen einher. Es können Magenkrämpfe auftreten, die Dich für längere Zeit außer Gefecht setzen.

Um diese Beschwerden zu lindern, steht an erster Stelle eine gesunde Ernährung. Ausnahmsweise mal etwas Fettiges zu Essen wird für Deine Verdauung noch keine große Herausforderung darstellen. Ernährst Du Dich jedoch dauerhaft ungesund, wird sich dies am deutlichsten bei der Verdauung bemerkbar machen. Daher gilt als wichtigste Maßnahme, dass Du bei Problemen des Darms versuchst Deine Ernährungsgewohnheiten zu verändern. Lerne, welche Nahrungsmittel Du verzehren kannst und ob nicht sogar eine Unverträglichkeit vorliegt. Dann wirst Du eine gute Grundlage legen, um Deine Darmgesundheit zu verbessern.

Liegst Du aber gerade auf dem Sofa und die Beschwerden treten auf, kannst Du die Darmmassage ohne Probleme anwenden. Sie ist in der Lage bei akuten Problemen für Linderung zu sorgen. Bei starken Schmerzen, vor allem im rechten Unterbauch, solltest Du hingegen den Arzt oder die Notaufnahme aufsuchen. Dann könnte eine Blinddarmentzündung vorliegen, die Du nicht mit einer Massage behandeln darfst.

Welche Wirkung erzielst Du mit der Darmmassage?

Die Wirkung der Darmmassage beruht im Wesentlichen auf die Aktivierung des Parasympathikus. Die Verdauung wird vom Nervensystem gesteuert und hängt von dessen Aktivität ab. Stehst Du unter Stress, wird vor allem der Sympathikus aktiviert, welcher zu Verdauungsproblemen führen kann.

Durch die Massage ist es Dir möglich aktivierend auf den Parasympathikus einzuwirken. Dieser ist in der Lage den Stress abzubauen und für eine Entspannung zu sorgen. Dies geschieht, indem verschiedene Hormone ausgeschüttet werden. Dazu zählen die Glückshormone Serotonin und Dopamin.

Dank der höheren Darmaktivität werden nicht nur Verstopfungen gelöst. Auch unangenehme Flatulenzen werden durch die verbesserte Funktionsweise vermindert.

Die Anregung des Nervensystems fördert die Darmaktivität und trägt zur Entspannung bei. Damit lassen sich akute Beschwerden in den meisten Fällen spürbar lindern.

Die richtige Anwendung

Bevor Du mit der Darmmassage beginnst, solltest Du darauf achten, dass die letzte Mahlzeit mindestens zwei Stunden her ist. Denn der Darm sollte nicht noch zusätzlich mit der Massage einer weiteren Belastung unterlegen sein. Warte daher mit der Nahrungsaufnahme, bevor Du die Darmmassage durchführst. Der beste Zeitpunkt für die Massage ist, wenn Darm und Blase komplett geleert worden sind.

Fühlst Du Dich in einer guten Verfassung, kannst Du mit der Darmmassage beginnen. Lege Dich dazu flach auf den Rücken. Der Bauch sollte großflächig frei sein. Die Grundlage der Massagetechnik besteht in der Stimulation von fünf Reizpunkten, die sich um den Bauchnabel befinden. Diese werden in sanften kreisenden Bewegungen massiert.

Der erste Punkt befindet sich rechts unterhalb des Bauchnabels. Stimuliere diesen auf sanfte Weise und arbeite Dich entgegen des Uhrzeigersinns zu den anderen Punkten vor. Gehe langsam und behutsam vor, bis Du jeden Punkt dreimal massiert hast.

Von der rechten unteren Bauchseite bewegst Du Dich also nach oben zur linken Bauchseite. Der letzte Punkt befindet sich mittig unterhalb des Bauchnabels. Dort befindet sich der Darmausgang, welcher ebenfalls massiert werden sollte.

Indem Du den Bereich um den Bauchnabel großzügig massierst, wirst Du den Darm ausreichend stimulieren und dessen Aktivität fördern. Führe die Massage ruhig mehrmals in der Woche durch. Dann wirst Du Dich mit der Zeit besser fühlen und die Beschwerden werden zurückgehen.

Weitere Maßnahmen, um die Verdauung zu fördern

Die Darmmassage kann bei akuten Beschwerden helfen. Besser ist es jedoch, wenn Du von Vornherein auf eine hohe Gesundheit des Darms Wert legst. Nicht umsonst gilt der Grundsatz „Du bist, was Du isst“. Im Folgenden erhältst Du wichtige Tipps, damit erst gar keine Darmprobleme auftreten.

Ballaststoffe

Für eine gesunde Ernährung sind Ballaststoffe nötig. Diese stellen unverdauliche Nahrungsbestandteile dar. Sie erhöhen das Volumen der aufgenommen Nahrung, ohne Kalorien zu beinhalten. Dadurch tritt das Sättigungsgefühl schneller ein und Du vermeidest zu große Mahlzeiten zu essen.

Im Darm wirkt sich das höhere Volumen ebenfalls positiv aus. Die Ballaststoffe binden Wasser und regen die Bewegungen des Darms an. Dies ist hilfreich gegen Verstopfungen, da die Nahrung den Darm schneller durchwandert.

Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Ballaststoffen sind:

  • Vollkornprodukte
  • Samen
  • Nüsse
  • Gemüse

Speichel

Der erste Verdauungsschritt beginnt bereits beim Kauen der Nahrungsmittel. Durch den Speichel werden die Speisen besser verdaut und der Magen muss weniger Arbeit verrichten.

Das hastige Essen und die schnelle Nahrungsaufnahme führen allerdings dazu, dass der Speichel kaum Zeit hat, um den Verdauungsprozess zu fördern.

Um die Produktion des Speichels anzuregen, solltest Du auf Lebensmittel setzen, die viel Bitterstoffe enthalten. Die Bitterstoffe unterstützen nicht nur die Speichelproduktion, sondern senden gleichzeitig auch ein Signal an den Verdauungstrakt, sodass dieser aktiver ist. Mithilfe der Bitterstoffe lässt sich auch ein Sodbrennen und eine Übersäuerung vermeiden.

Bitterstoffe sind in den folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • Grünes Gemüse
  • Ingwer
  • Hopfen
  • Rosenkohl
  • Artischocken

Sport

Leichtes Laufen oder Spazierengehen wirken sich positiv auf den Darm aus

Mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren wirkt sich positiv auf einige Bereiche des Körpers und Geistes aus. Sport mit leichter Intensität führt dazu, dass der Parasympathikus aktiviert wird. Die Durchblutung des Darms wird verbessert und die Verdauung gefördert.

Eine zu hohe Intensität kann jedoch zum Gegenteil führen. Dann nimmt der Stress zu und der Sympathikus wird angeregt. Dies kann die Verdauungsorgane hemmen.

Leichte Laufeinheiten oder Spaziergänge regen die Darmaktivität an und führen zu einer Linderung der Verstopfungen. Sportler haben generell seltener mit Verdauungsproblemen zu kämpfen. Daher ist es auch für Dich sinnvoll für Deine Darmgesundheit sportlich aktiv zu werden.

Mit der Darmmassage den Verdauungstrakt aktiveren

Leidest Du häufiger unter Verstopfungen, einem Völlegefühl oder Blähungen, stellt die Darmmassage eine gute Möglichkeit dar, um akute Beschwerden zu lindern. Hierzu massierst Du mit sanften kreisenden Bewegungen den Bereich um den Bauchnabel herum.

Langfristig hilft es die Ernährungsgewohnheiten zu ändern und für mehr Bewegung im Alltag zu sorgen. Dann wirst Du den unangenehmen Beschwerden wirksam begegnen.

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