Löse Verspannungen mit diesen praktischen Igelbällen

Plagen Dich Verspannungen und Du möchtest eine stimulierende Massage erfahren? Dann ist ein Igelball ein vielseitiges und leicht anwendbares Hilfsmittel, welches Du ideal nutzen kannst. Dieser kleine Ball massiert Deine Muskulatur und wird eine Linderung Deiner Beschwerden herbeiführen.

Erfahre, wie Du den Igelball verwenden kannst und bei welchen muskulären Problemen er eine Linderung verspricht. Lerne dieses nützliche Mittel zu schätzen und führe eine wohltuende Massage durch.

Was ist ein Igelball?

Die Geschichte des Igelballs ist eng mit dem Golfsport verbunden. Zumindest, wenn der Entstehungsgeschichte geglaubt werden darf.

Golfbälle verfügen nicht über eine glatte Oberfläche, sondern über kleine Dellen. Diese helfen den Luftwiderstand zu überwinden und erlauben größere Schlagweiten. Zudem kann der Ball besser kontrolliert und sogar mit einem Effet gespielt werden.

Die Noppen galten als markantes Merkmal des Golfballs. Beim Anfassen wurde offensichtlich, dass die Struktur die Muskulatur stimuliert. Dementsprechend fanden Physiotherapeuten gefallen an dieser Gestaltung.

Da der Golfball jedoch aus einem harten und stabilen Material besteht, war er zur Massage weniger geeignet. Zwar lassen sich Triggerpunkte auch heute noch gut mit einem Golfball behandeln, doch eine sanfte Stimulierung der Muskulatur erlaubt er nicht.

Daher wurde mit dem Igelball eine weiche Alternative geschaffen. Er besteht aus einem Kunststoff, welcher unter der Belastung nachgibt. Die Oberfläche besteht aus zahlreichen Noppen, welche die Durchblutung fördern und auf den Muskel einwirken.

Mittlerweile gibt es den Igelball in zahlreichen Varianten und Ausführungen. Somit ist es Dir möglich genau auf Deine Bedürfnisse einzugehen und eine präzise Behandlung durchzuführen.

Welche unterschiedlichen Massagen sind möglich?

Der Igelball ist für eine Vielzahl von Anwendungen geeignet. Die folgenden Massagen können mit diesem kleinen Hilfsmittel durchgeführt werden, um die Muskulatur zu lockern.

Triggerpunktmassage

Verbringst Du einen Großteil des Tages am Schreibtisch oder treibst Du viel Sport, wird Deine Muskulatur dieser Belastung nicht immer standhalten können. Die Faszien verkleben und es treten Schmerzen sowie Beweglichkeitseinschränkungen auf.

Die Verhärtungen sind meist deutlich in Form von Knoten zu ertasten. Mit der Hand gehst Du über die Muskulatur und im Bereich der Verhärtung ist eine deutliche Delle spürbar. Zudem wird unter Druck ein intensiver Schmerz auftreten.

Um diese Beschwerden zu lindern, ist eine Triggerpunkttherapie notwendig. Mit dem Igelball übst Du gezielt einen Druck auf die Verhärtung aus und bewirkst, dass die verklebten Faszien sich wieder lösen. Für solch eine Anwendung ist eine härtere Ausführung notwendig. Nur mit dieser wirst Du den entsprechenden Druck aufbringen.

Lymphmassage

Treten Verspannungen und Verhärtungen auf, wird dies häufig von Schwellungen begleitet. Die Muskulatur ist in ihrer Funktion eingeschränkt und nicht mehr in der Lage die Flüssigkeit von den Beinen zum Herzen zurückzupumpen. Besonders am Abend sind die Schwellungen spürbar, wenn Du den ganzen Tag auf den Beinen warst. Die Nachtruhe ist nicht mehr ausreichend, um die Schwellung zu lindern.

Als unterstützende Maßnahme ist der Igelball dazu geeignet, das Lymphsystem zu stärken. Indem Du den Druck von den Füßen her zum Herzen führst, bewirkst Du einen Abfluss der Flüssigkeit und verminderst die Schwellung. Gleichzeitig werden das Bindegewebe und die Venenfunktion gestärkt. Somit wird das lange Stehen keine so große Belastung mehr für Dich darstellen.

Fördern der Durchblutung

Der Druck an sich ist bereits ein gutes Mittel, um die Muskulatur zu stärken und einen positiven Effekt zu erzielen. Der Igelball verdankt seinen Namen der speziellen Gestaltung der Oberfläche. Diese besteht aus zahlreichen Noppen, die ebenfalls auf die Haut einwirken.

Indem Du den Igelball anwendest, werden der Druck und die Noppen dazu führen, dass die Durchblutung verbessert wird. Die Noppen stimulieren die Haut und bewirken eine Erweiterung der Blutgefäße. Die Selbstheilungskräfte werden gestärkt und kleinere Verletzungen klingen schneller ab.

Verschiedene Varianten vorgestellt

Der Igelball ist mittlerweile in den unterschiedlichsten Formen und Größen erhältlich. Die folgenden Varianten können je nach Deinen Beschwerden eine sinnvolle Anwendung darstellen.

Runder Igelball

Die einfachste und gleichzeitig ursprünglichste Form ist der runde Igelball. Ihn gibt es in zahlreichen Größen sowie Härtegraden. Die Anwendung gestaltet sich als einfach. Suche Dir zunächst einen rutschfesten Untergrund und übe danach mit dem Ball einen entsprechenden Druck auf die Körperpartie aus.

Möchtest Du mit diesem Ball Deinen Rücken massieren, legst Du Dich mit dem gesamten Körpergewicht auf den Ball. Fahre mit ihm über den Rücken und spüre, wo sich die Verhärtungen befinden. Verbleibe mit dem runden Igelball auf dieser Stelle und warte, bis die Verklebung gelöst ist.

Der Igelball ist ebenfalls wunderbar geeignet, um die Füße zu massieren. Du kannst ihn, ähnlich wie ein Fußmassageroller, unter dem Schreibtisch einsetzen, um eine Massagewirkung an den Füßen zu erzielen. Damit linderst Du hauptsächlich den Stress.

Halber Igelball

In der Rehabilitation häufiger anzufinden, ist der halbe Igelball. Hierbei handelt es sich um eine Halbkugel, welche dementsprechend über eine flache Unterseite verfügt. Dadurch ist diese Ausführung weniger dafür geeignet bewegt zu werden, sondern wird stationär angewandt.

Der halbe Igelball dient als Übungsgerät, um das Gleichgewicht zu trainieren. In Folge einer Operation oder einer Muskelverletzung kann das Gleichgewichtsempfinden und die Stärke der Muskulatur gestört sein.

Der Patient balanciert auf dem halben Igelball und gleicht die Instabilität selbstständig aus. Dies trainiert vor allem die Tiefenmuskulatur und ermöglicht einen sanften Muskelaufbau. Für Sportler ist der halbe Igelball ein ideales Trainingsgerät, um nach einer Verletzung wieder zur alten Stärke zurückzufinden.

Langer Igelball

Der lange Igelball ähnelt in seinem Aufbau sehr einer gewöhnlichen Massagerolle. Er ist meist stabiler gehalten als der rundliche Igelball und besser für die Massage von Triggerpunkten geeignet.

Die längliche Form ist optimal für den Rücken geeignet, um dort die größere Muskelpartie zu bearbeiten. Du legst Dich auf die lange Rolle und die Noppen sowie der Druck erlauben eine intensive Massage.

Kleinere Ausführungen sind an beiden Händen etwas dünner gestaltet, sodass Du sie mit der Hand bewegen kannst. Diese lassen sich zielgerichtet über die Arme, Beine oder Waden fahren, um eine Stimulation zu bewirken.

Härtegrade

Je nach Schwere der Verspannungen sind unterschiedliche Härtegrade für die Massage geeignet. Die Härte und Größe lässt sich bei den meisten Herstellern anhand der Farbe ablesen.

Orange und gelbe Igelbälle stellen die kleinsten Modelle dar. Sie sind kleiner als 9 cm und für leichte Verspannungen geeignet. Mit ihnen förderst Du die Durchblutung und wirkst präventiv auf die Muskulatur ein.

Blaue und Grüne Ausführungen sind zwischen 10 und 15 cm groß. Sie sind etwas härter und geeignet, um Verspannungen zu massieren und Triggerpunkte zu lösen.

Die härtesten Varianten sind in schwarzer Farbe gehalten. Sie sind wesentlich größer und ermöglichen das Einwirken auf tieferliegende Knoten.

Der Igelball für eine flexible Massage

Bist Du sportlich aktiv, wirst Du regelmäßig unter kleineren Beschwerden der Muskulatur leiden. Verspannungen, Zerrungen oder andere Verletzungen treten auf.

Mit dem Igelball bist Du in der Lage diese Probleme eigenständig zu behandeln. Gehe mit dem Igelball über die betroffene Stelle und lasse den Druck sowie die Noppen wirken. Dann wirst eine Linderung verspüren und zügiger die sportlichen Leistungen wieder vollbringen können.