Kindermassage

Kindermassage – Wie profitiert der Nachwuchs davon?

Eine Massage ist bei Erwachsenen beliebt, um für Entspannung zu sorgen und dem Körper etwas Gutes zu tun. Durch die Massage wird der Stress gelindert und die Muskulatur gelockert.

Auch der Alltag von Kindern ist mittlerweile immer mehr von Stress geprägt. Die Anforderungen in der Schule steigen und dies führt zu einer emotionalen Unausgeglichenheit. Kommt Dein Kind mit dem Leistungsdruck nicht zurecht, wird es unzufrieden sein und mitunter können Aggressionsprobleme auftreten.

Lerne, wie Du mit einer Massage das Wohlbefinden Deines Kindes verbesserst und die kindliche Entwicklung förderst. Richtig angewandt, ist eine Massage auch in jungen Jahren eine wirkungsvolle Maßnahme, um die Gesundheit zu fördern.

Ursprung der Kindermassage

Eine spezielle Massagetechnik für Kinder und Babys entstand vor allem in Indien. Dort gehört die Massage zum festen Bestandteil des Lebens und nimmt einen hohen Stellenwert ein. Da liegt es nahe, dass auch Kinder von den Vorteilen profitieren sollen.

In den 1970er Jahren wurde diese Form der Massage auch in Europa immer beliebter. Mittlerweile erfreut sich die Kindermassage in Deutschland einer hohen Popularität und wird eingesetzt, um die Entwicklung zu fördern.

Mit ihr wird das Ziel verbunden, die Motorik zu fördern, die Muskulatur zu stärken und die Entwicklung des Gehirns zu verbessern. Auch bei zahlreichen weiteren Beschwerden, wie etwa Koliken oder bei Schmerzen während des Zahnens werden gezielte Handgriffe angewandt, um für Linderung zu sorgen.

Ab welchem Alter kann die Kindermassage durchgeführt werden?

Der Körper unterläuft in den ersten Lebensjahren noch einer großen Entwicklung. Er reagiert empfindlich auf jeglichen Druck von Außen und daher wird eine Massage erst ab dem 2. Lebensjahr empfohlen. Jedoch sollte auf den individuellen Entwicklungsstand Rücksicht genommen werden. Das Kleinkind sollte die Massage als angenehm empfinden und sich nicht dagegen sträuben. Ansonsten würde die Kindermassage eher zum Stress beitragen und nicht für eine Beruhigung sorgen.

Lässt sich Dein Kind auf die Massage ein, stellt dies eine wunderbare Möglichkeit dar, damit Du eine engere Verbindung eingehst. Der enge Körperkontakt wirkt sich positiv auf die Beziehung aus und Dein Kind lernt, dass es auch in der Lage ist „nein“ zu sagen. Denn hat es mal keine Lust auf die Massage, solltest Du dies akzeptieren.

Wirkung der Kindermassage

Kindermassage - Entwicklung
Die Kindermassage fördert die kindliche Entwicklung und das Selbstvertrauen

Kinder sehnen sich in den ersten Lebensjahren vor allem nach Geborgenheit. Sie suchen die Nähe zu den Eltern und fühlen sich nur in deren Umgebung so richtig wohl.

Die Kindermassage stellt eine angenehme Möglichkeit dar, um diese Zuneigung zu spenden. Durchgeführt wird die Massage stets von den Eltern und nicht etwa einer fremden Person. Dadurch wird die Beziehung verbessert und das Kind kann sich vollkommen entspannen.

Mithilfe der Massage wird das Vertrauen gestärkt. Das Kind gewinnt an Selbstvertrauen und wird mit viel mehr Motivation die Umgebung erkunden. Gestärkt von dem Rückhalt der Eltern sind sie ausgeglichener und erleben einen zufriedeneren Start ins Leben.

Die Nähe der Eltern hat erwiesenermaßen einen großen Einfluss auf die kindliche Entwicklung. Fühlt sich das Kind vernachlässigt und erhält nicht die notwendige Zuneigung, führt dies zu Problemen, die selbst im Erwachsenenalter ausgeprägt sein können.

Sie zeigen ein größeres Aggressionspotential, sind emotional unausgeglichen und leiden unter Schlafstörungen. Zusammengefasst wird dies häufig mit der Diagnose der Hyperaktivität. Daraus ergibt sich, dass die Leistungsfähigkeit in der Schule nachlässt und soziale Bindungen nur schwer eingegangen werden können.

Durch die Kindermassage beugst Du diesen Auffälligkeiten entgegen. Die Kinder werden über ein höheres Selbstbewusstsein verfügen und ausgeglichener sein. Sie haben ein stärkeres Vertrauen zu den Eltern und lernen, Ihre Bedürfnisse mitzuteilen. Dadurch wirkt die Kindermassage zwar weniger auf körperlicher Ebene, trägt aber zur Entwicklung bei.

Bei körperlichen Beschwerden sollte lieber der Kinderarzt konsultiert werden. Zudem wird es wahrscheinlich von Vorteil sein, wenn Kinder mehr Bewegung erfahren und sich im Freien aufhalten, anstatt die Zeit vor dem Fernseher zu verbringen.

Durchführung

Kind - entspannt
Dein Kind sollte sich in einer entspannten Grundstimmung befinden

Als Voraussetzung für die Kindermassage gilt, dass eine entspannte Stimmung herrschen sollte. Sind Deine Kinder noch total aufgedreht, dann versuche zur Ruhe zu kommen. Hierzu bietet es sich an, wenn Dein Kind sich für einen Moment auf das Bett legt und verschiedene Entspannungstechniken ausübt. Lasse es die Arme und Beine angespannt wegstrecken, um danach komplett die Muskulatur zu lockern. Auf diese Weise lernt Dein Kind den Unterschied zwischen Anspannung und Entspannung kennen. Zudem stellt dies bereits den ersten Schritt dar, um Stress zu lösen.

Dein Kind sollte der Massage positiv gegenüberstehen und sich darauf einlassen. Hat es gerade keine Lust darauf, dann wirst Du die Kindermassage auf einen anderen Zeitpunkt verschieben müssen.

Ist Dein Kind aber entspannt, kannst Du mit der Massage loslegen. Hierfür gibt es 5 Handgriffe, die Du am Rücken ausführst.

Ball: Die Hand wird zu einem Faust geballt und die Handknöchel wandern sanft über den Rücken des Kindes. Achte darauf, dass keine Kraft aufgewandt wird und Du entlang der Muskulatur die Massage ausübst.

Schnecke: Hierbei wird nur der Zeigefinger eingesetzt, der sich langsam über den Rücken bewegt. Dadurch übst Du einen sehr punktuellen Druck aus.

Grashüpfer: Etwas spielerischer erscheint der Grashüpfer. Während die Schnecke sich nur langsam bewegt, ist der Grashüpfer deutlich energischer. Dabei bewegt sich der Zeigefinger schneller und in höheren Bewegungen auf dem Rücken.

Krabbelkäfer: Setze hierfür alle Finger ein, um den Rücken zu massieren. Der Handgriff ist ähnlich, als würdest Du Dein Kind kitzeln wollen. Bei der Massage steht jedoch der entspannende Effekt im Vordergrund.

Hand auflegen: Zum Abschluss bietet es sich an, einfach nur die Hand flach auf den Rücken zu legen. Bleibe in dieser Position für einige Sekunden, um Ruhe und Entspannung auszustrahlen.

Bei diesen Handgriffen geht es nicht darum die Muskulatur zu bearbeiten. Vielmehr wird Dein Kind das sensorische Erlebnis und die Nähe genießen. So trägst Du zur Entspannung und dem Wohlbefinden bei.

Mit der Kindermassage zur Entspannung

Was Erwachsenen guttut, hilft auch Kindern, um den Stress des Alltags zu verarbeiten. Denn die Tage sind nicht nur geprägt vom Spielen und Freizeit. Immer mehr Verpflichtungen warten auf Kinder und der Leistungsdruck in der Schule steigt.

Indem Du mit den sanften Berührungen einer Massage die Nähe aufbaust und einen engeren Kontakt zum Kind herstellst, wirst Du das Wohlbefinden steigern. Es fühlt sich in Deiner Nähe geborgen und weiß besser mit dem Stress umzugehen.

Fördere die kindliche Entwicklung mit diesen angenehmen Berührungen.

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