Das regelmäßige Laufen stellt für viele Personen bereits eine Art Meditation dar. Sie können mit der sportlichen Anstrengung vom Alltagsstress abschalten und die Probleme hinter sich lassen.

Gehört das Laufen auch zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung für Dich und Du würdest sie gerne mit der Meditation verbinden?

Kein Problem – mit der Laufmeditation verbindest Du diese beiden wirksamen Möglichkeiten, um den inneren Fokus zu finden und die Konzentration zu verbessern. Wie diese Meditationsform funktioniert, erfährst Du in diesem Ratgeber.

Die Laufmeditation erklärt

Meist wird die Meditation im Sitzen ausgeführt. Die Bewegung wird dabei vermieden und der Fokus auf eine absolute Ruhe gelegt.

Die Laufmeditation geht einen ganz anderen Weg. Anstatt bewusst die Bewegung zu vermeiden, findet die Meditation auf der Laufstrecke statt. Du joggst ganz normal und verbindest dies mit der mentalen Einstellung der Meditation.

Ablenkung beim Laufen
Verzichte beim Laufen auf jegliche Ablenkung

Das Laufen wird bewusst wahrgenommen und nicht etwa mit Ablenkungen versehen. Dies bedeutet, dass Musik oder das Tracken der Laufleistung bei der Durchführung tabu sind.

Auf diese Weise wirst Du eine umfangreichere Wirkung erzielen, als wenn Du nur läufst. Konkret wirst Du in der Lage sein, Deine Emotionen besser zu verstehen und den Stress noch effektiver bewältigen. Du erkennst Möglichkeiten, die Stresssituationen zu meistern und lässt Deinen Alltag nicht mehr von negativen Gefühlen diktieren.

Die Laufmeditation ist daher eine hervorragende Möglichkeit, wenn es Dir nicht nur auf die körperliche Leistungsfähigkeit ankommt, sondern Du auch Deinem Geist etwas Gutes tun möchtest.

Nimm die nächste Laufeinheit bewusster wahr und profitiere sowohl von den körperlichen Auswirkungen als auch der mentalen Entspannung.

Vorteile dieser Meditationsform

Sich mal aus der gemütlichen Sitzposition zu wagen und die Meditation ins Freie zu verlagern bietet einige Vorteile.

Die Meditation beim Laufen besitzt eine ähnliche Wirkung, wie die Ausführung im Sitzen oder Liegen. Durch die Meditation verminderst Du die Stressbelastung und bist besser in der Lage Dich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Dadurch kannst Du selbst den herausfordernden Alltag besser bewältigen und nimmst die Belastung durch Deinen Job und die Familie kaum mehr wahr.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Meditation Deine Konzentrationsfähigkeit verbessert. Du bist besser in der Lage Dich auf das Hier und Jetzt zu fokussieren. Ablenkungen bringen Dich nicht aus der Ruhe und Aufgaben erledigst Du zielgerichtet. Vor allem im Berufsleben oder dem Studium ist die Konzentrationsfähigkeit eine wichtige Eigenschaft, um erfolgreich zu sein und die gesteckten Ziele zu erreichen.

Laufmeditation - Lachen
Das Laufen und die Meditation führen zu einem höheren Wohlbefinden

Beim Laufen werden ohnehin Glückshormone ausgeschüttet. Die Meditation lindert den Stress und führt zu einer inneren Entspannung. Dadurch wirst Du ein höheres Wohlbefinden aufweisen und zufriedener mit Dir sein.

Die Laufmeditation bietet zudem den Vorteil, dass sie gleich zwei Tätigkeiten verbindet. Möchtest Du sowohl laufen als auch meditieren, aber findest die Zeit dazu nicht, dann bietet die Laufmeditation eine gute Gelegenheit, diese Tätigkeiten zeitgleich auszuführen. So findest Du selbst im hektischen Alltag noch die Möglichkeit beide Hobbys auszuüben.

Durchführung

Der Ablauf der Meditation unterscheidet sich nicht wesentlich von einer normalen Laufeinheit. Du schnürst zunächst Deine Schuhe und gehst nach draußen, um locker zu joggen. Finde Deinen Rhythmus und eine angenehme Geschwindigkeit.

Nun kannst Du beginnen, Dich achtsamer auf das Laufen zu konzentrieren. Nimm jede Bewegung bewusster wahr und lasse Dich nicht vom Laufen ablenken.

Schaue auf Deine Füße und achte darauf, wie sich jeder Schritt anfühlt. Wie ist der Untergrund, welche Kraft wirkt auf Dich und wie fühlen sich Deine Füße an?

Ein wichtiger Aspekt bei der Meditation ist die Atmung. Diese sollte auch beim Laufen nicht vernachlässigt werden. Atme langsam durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus.

Finde dafür Deine eigene Geschwindigkeit und zähle ruhig in Gedanken mit. Atme durch die Nase ein und zähle bis drei, um danach im selben Tempo durch den Mund auszuatmen. Je nach Laufgeschwindigkeit kannst Du die Länge der Atemzüge variieren. Du solltest aber darauf achten, dass Ein- und Ausatmung etwa gleich lang sind.

Versuche den Fokus während des Laufens auf der Atmung zu belassen. Tauchen andere Gedanken auf, die Dich von diesem Fokus abbringen wollen, dann lasse sie an Dir vorbeiziehen.

Zu Beginn wirst Du es wahrscheinlich nur wenige Minuten schaffen, Dich voll und ganz auf die Atmung zu konzentrieren. Steigere die Zeit von Einheit zu Einheit und Du wirst schon bald die positive Wirkung spüren.

Ort der Meditation

Für den Einstieg ist es sinnvoll die Laufmeditation auf Routen durchzuführen, die Dir bereits bekannt sind. Dadurch musst Du Dich nicht erst an eine neue Umgebung gewöhnen und Du weißt ganz genau, welchen Weg Du einschlagen musst.

Als Empfehlung gilt es, die Natur für die Laufmeditation aufzusuchen. Im Freien nimmst Du die Sonnenstrahlen auf und bist weniger Ablenkungen ausgesetzt. Suche Dir einen Ort, wo Du zu Dir kommst und weniger Menschen unterwegs sind. Dann wirst Du Dich leichter auf die Atmung konzentrieren können.

Unkompliziert sind auch kleinere Runden. Indem Du die gleiche Strecke mehrmals abläufst, wirst Du noch weniger der Versuchung erlegen sein, Dich von der Umgebung ablenken zu lassen. Suche Dir vielleicht einen kleinen See oder einen Feldweg, den Du mehrmals abläufst. Dann fällt es Dir wesentlich leichter Dich auf die Meditation zu konzentrieren.

Die beste Zeit

Tageszeit - Joggen
Zu welcher Tageszeit Du die Laufmeditation durchführst, bleibt Dir überlassen

Ob Du lieber morgens oder abends laufen gehen solltest, musst Du für Dich selber entscheiden. Es gibt hierbei keine klare Vorgabe, dass eine Tageszeit besser für die Laufmeditation geeignet sei.

Wichtiger ist hingegen, dass Du eine Regelmäßigkeit entwickelst. Denn das Gehirn und die Konzentration müssen ebenso in regelmäßigen Abständen trainiert werden wie die Muskulatur. Lässt Du zu lange Pausen, wirst Du die Fortschritte verlieren.

Gehst Du morgens laufen, bietet dies den Vorteil, dass es meist noch ruhiger ist. Die Stadt erwacht erst noch und dies bietet für Dich die Gelegenheit, bereits mit einer entspannenden Meditation in den Tag zu starten.

Am Abend wirkt sich die Meditation hingegen positiv auf Deinen Schlaf und Tagesausklang aus. Sind Deine Tage sehr vom Stress geprägt, wird die Laufmeditation am Abend Dich vor diesem negativen Einfluss schützen. Letztendlich ist es aber wichtiger, dass Du eine Routine findest und diese langfristig durchziehst.

Zu Beginn wird es Dir wahrscheinlich noch schwerfallen, Dich während des Laufens nur auf die Atmung zu konzentrieren. Dir wird es nur für wenige Minuten gelingen, die Konzentration aufrechtzuerhalten.

Da die Laufeinheit länger sein wird, könntest Du Dir vornehmen, die Meditation auf einer bestimmten Teilstrecke durchzuführen. Damit hast Du ein konkretes Ziel vor Augen und wirst eher einen Fortschritt erkennen. Von Einheit zu Einheit kannst Du die Teilstrecke verlängern und so für längere Zeit die Meditation ausüben.

Mit dem Laufen zur Tiefenentspannung finden

Möchtest Du sowohl Körper und Geist stärken, bietet es sich an das Laufen mit der Meditation zu verbinden. Auf diese Weise wirst Du Dich viel bewusster bewegen und Deinen Körper kennenlernen.

Vermeide jede Ablenkung während des Laufens und konzentriere Dich voll und ganz auf die Atmung sowie die Bewegungsabläufe. Dann wirst Du Dich vom Stress lösen und Deine Gesundheit fördern.