Die Meditation soll Dich zu einer Tiefenentspannung führen. Für gewöhnlich wird die Meditation im Sitzen ausgeführt. In einer entspannten Haltung achtest Du ganz auf Deine Atmung und konzentrierst Dich auf das Hier und Jetzt.

Abweichend davon kann die Meditation auch im Liegen ablaufen. Möchtest Du Dich mal so richtig entspannen und fühlt sich das Sitzen zu anstrengend an. Ist es eine gute Alternative einfach mal die Meditation im Liegen auszuprobieren.

Erfahre, wie die Meditation im Liegen gelingt und welche Meditationsarten für diese Haltung geeignet sind.

Ist die Meditation im Liegen möglich?

Anfänger sind sich oft nicht sicher, in welcher Haltung überhaupt meditiert wird. Die Sitzhaltung ist naheliegend, doch im Liegen kann die Meditation ebenso durchgeführt werden. Daher lautet die Antwort ganz eindeutig „ja“, die Meditation ist auch im Liegen möglich.

Allerdings wird diese Haltung für die Meditation als nicht optimal angesehen. Das Liegen mag zwar angenehmer sein, doch es könnte dazu kommen, dass Du Dich nicht ausreichend konzentrierst. Bist Du müde, könnten die Gedanken eher abschweifen und die Meditation daher nicht ihre volle Wirkung entfalten.

Die Sitzhaltung wird für die Meditation bevorzugt, da dort sowohl eine hohe Entspannung und Konzentration geboten werden. Auf diese Weise bringst Du Körper und Geist in Einklang. Es fällt Dir leichter achtsam zu sein und Dich nur auf den Moment zu konzentrieren.

Im Liegen könnte es dazu kommen, dass Du zu entspannt bist. Du verbindest diese Haltung mit dem Schlafen und es könnte passieren, dass die Müdigkeit Dich überkommt und Du einschläfst.

Die liegende Haltung wird daher mit einer geringeren Achtsamkeit verbunden. Es fällt schwerer die Konzentration aufrechtzuerhalten und die Meditation ordentlich durchzuführen. Daher solltest Du von der Meditation im Liegen absehen, wenn Du Dich müde fühlst. Insbesondere am Abend ist es sinnvoller, lieber die Meditation im Sitzen durchzuführen.

Für wen ist die Meditation im Liegen geeignet?

Meditation im Liegen - Rückenschmerzen
Leidest Du unter Rückenschmerzen und fällt Dir das Sitzen schwer, kannst Du die Meditation im Liegen probieren

Das Sitzen wird für die Meditation als vorteilhafter empfunden. Dies heißt aber nicht, dass die Meditation im Liegen nicht auch für eine große Personengruppe besser geeignet ist.

Dies ist vor allem der Fall, wenn das Sitzen Dir schwerfällt. Leidest Du unter Rückenschmerzen und bist nicht in der Lage dazu, die Sitzhaltung für längere Zeit durchzuhalten, solltest Du lieber liegen. Es bringt nichts, wenn die Schmerzen im Sitzen dazu führen, dass Du Dich nicht auf die Meditation konzentrierst.

Erlernst Du gerade die Meditation, könnte Dir auch die Kraft oder Beweglichkeit fehlen, um die Sitzhaltung einzunehmen. Dann könnte es ebenfalls besser für Dich sein, wenn Du zunächst die Meditation im Liegen durchführst. Arbeite aber langfristig daran, dass Du an Kraft und Beweglichkeit gewinnst, damit das Sitzen keine Schmerzen mehr auslöst.

Generell gilt, dass die Meditation wohltuend für Dich sein sollte. Ist das Sitzen unangenehm oder mit Schmerzen verbunden, dann nimm lieber die liegende Haltung ein. Dann wirst Du besser von der positiven Wirkung der Meditation profitieren.

Achte aber darauf, dass Du Dich fit und wach fühlst. Bist Du zu müde, wird das Liegen in Verbindung mit der Meditation eher dazu führen, dass Du einschläfst und die Meditation nicht wahrnimmst.

Die richtige Haltung

Auf dem Rücken liegen - meditieren
Lege Dich flach auf den Rücken und begib Dich in eine entspannte Haltung

Einfach hinlegen und schon geht es los mit der Meditation?

Ganz so simpel ist es dann doch nicht. Zwar gibt es kein Richtig oder Falsch, wenn Du im Liegen meditierst, doch Du solltest auf Deine Haltung achtgeben.

Gebräuchlich ist das Liegen auf dem flachen Rücken. Als Hilfsmittel bietet sich eine dünne Matte oder Decke an, die Du unter den Rücken legst. Ein Kopfkissen kann Deinen Nacken unterstützen. Das Kissen sollte aber flach gestaltet sein und nicht dazu führen, dass der Kopf angehoben wird. Als Alternative ist auch eine dünne Decke als Unterlage vorteilhaft.

Die Füße stellst Du flach auf den Boden, sodass die Beine leicht angewinkelt sind. In Hüftbreite stehen die Füße sicher auf den Boden und die Beine befinden sich ca. in einem 90°C Winkel. Dies ist für den unteren Rücken angenehmer. Sitzt Du viel während des Tages und arbeitest im Büro, wird diese Haltung für eine Entlastung der Lendenwirbelsäule sorgen. In dieser Position wird es Dir leichtfallen, für längere Zeit die Meditation durchzuführen.

Um das Liegen noch angenehmer zu gestalten, kannst Du eine Rolle unter die Knie legen. Diese stabilisiert die Haltung und erleichtert Dir die Meditationsposition.

Falls es sich für Dich besser anfühlt, kannst Du die Beine auch flach auf den Boden ausstrecken. Lediglich das Überschlagen der Beine solltest Du vermeiden, da dort der Blutfluss gestört wird.

Die Arme werden flach nahe des Körpers ausgestreckt. Die Handflächen zeigen nach oben.

Während der Meditation solltest Du Dich so wenig wie möglich bewegen. Dies bedeutet, dass die Haltung bequem ist und Du diese über einen längeren Zeitraum einnehmen kannst. Komfortable Kleidung unterstützt Dich in dieser Position und erleichtert die Meditation.

Welche Meditationsarten kannst Du im Liegen ausführen?

Grundsätzlich ist die Meditation im Liegen ausführbar. Doch manche Formen der Meditation solltest Du lieber im Sitzen durchführen.

Dazu gehören Vipassana und die Zen Meditation. Bei diesen wird vorgeschrieben, dass sie nur im Sitzen ausgeführt werden. Insbesondere Anfänger sollten sich an diese Empfehlung halten und diese Formen in der Sitzposition durchführen.

Anders sieht es hingegen bei Meditationen aus, die weniger den Fokus auf die Konzentration, sondern die Entspannung legen. Dazu gehören etwa geführte Meditationen, die mit Traum- oder Phantasiereisen einen entspannten Zustand erzielen. Für solche geführte Meditationen kannst Du im Hintergrund geeignete Youtube-Videos laufen lassen oder andere Medien abspielen. Bei dieser Meditation führt Dich eine Stimme an andere Orte und beeinflusst Deine Gedanken, sodass Du eine Tiefenentspannung erzielst. Auch Deine Emotionen wirst Du besser einordnen und wahrnehmen. So wird die Meditation im Liegen dazu führen, dass Du den Stress des Tages verlierst und einen positiveren Ausblick in die Zukunft erhältst.

Auch die Chakra Meditation ist gut geeignet, um sie im Liegen durchzuführen. Bei dieser werden die Chakren geöffnet und das Gleichgewicht im Körper wiederhergestellt. Das Sitzen würde zwar als besser empfunden werden, doch im Liegen lässt sich diese Meditation auch noch gut durchführen.

Fazit

Die Meditation sollte in einer Weise durchgeführt werden, in welcher Du Dich wohlfühlst. Fällt Dir das Sitzen schwer und stellt eher eine Herausforderung als eine Wohltat dar, ist die Meditation im Liegen eine gute Alternative für Dich.

In dieser Position kannst Du für längere Zeit verharren und Dich ganz auf die Meditation konzentrieren. Achte aber darauf, dass das Liegen als nicht zu entspannt wahrgenommen wird und Du dennoch Deinen Fokus aufrechterhältst.

Bist Du müde, dann versuche lieber die Meditation im Sitzen durchzuführen. Somit ist die Meditation im Liegen zwar möglich, die Sitzhaltung in den meisten Fällen aber eher zu empfehlen.

In welcher Weise Du die Meditation auch ausführst, sie sollte immer zu einem besseren Wohlbefinden führen und Dich vom Stress des Alltags befreien.