Nackenverspannungen stellen ein weitverbreitetes Krankheitsbild dar. Unbehandelt sind sie nicht nur unangenehm, sondern gehen mit einer hohen Beeinträchtigung der Lebensqualität einher. Du leidest dauerhaft unter Schmerzen und es wird Dir schwerfallen den Kopf zu bewegen.

Was hat es mit den Nackenverspannungen auf sich und welche Symptome treten dabei auf? Erfahre, wie sich die Nackenverspannungen äußern und was Du dagegen unternehmen kannst.

Weshalb entstehen Nackenverspannungen?

Die Ursachen der Nackenverspannungen sind vielfältig. Sowohl auf körperlicher als auch geistiger Ebene können Probleme auftreten, die zu den Nackenverspannungen führen. Die Muskulatur ist hierbei ein Spiegel des allgemeinen Gesundheitszustands und dementsprechend viele Einflussfaktoren gibt es.

Der wohl häufigste Grund weshalb die Nackenverspannung auftritt ist in dem modernen Lebenswandel zu finden. Es wird der Großteil des Tages im Sitzen verbracht und die Muskulatur nicht ausreichend beansprucht. Dazu gesellt sich eine Fehlhaltung des Kopfes bei der Arbeit am Schreibtisch. Der Kopf wird nach vorne, näher zum Monitor, geschoben. Dadurch ist der Kopf nicht mehr stabil über der Halswirbelsäule, sondern befindet sich vor dieser. Es entsteht ein ständiger Zug auf der Muskulatur und diese wird einseitig belastet. Im Zuge des Bewegungsmangels wird die Durchblutung gestört und der Muskel nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Eine Störung des Stoffwechsels führt zu einer Fehlfunktion der Muskulatur, sodass diese verspannt.

Häufig von den Nackenverspannungen betroffen sind also Personen, die eine sitzende Tätigkeit ausführen. Es kann aber auch genau das Gegenteil der Fall sein, wenn eine zu hohe körperliche Belastung vorliegt. Treibst Du gerne Sport und gehst an die Grenze Deiner Leistungsfähigkeit, wirst Du von Nackenverspannungen ebenfalls nicht verschont bleiben. Die hohe Belastung kann zu einer Überdehnung führen, welche sich auch in einer Zerrung äußern kann. Als Schutz vor einer weiteren Verletzung verspannt die Muskulatur und kann kaum mehr bewegt werden. Wärme Dich daher immer gut auf und achte darauf Deiner Muskulatur nicht zu viel zuzumuten.

Stress gilt ebenso als großer Einflussfaktor, welcher zu Verspannungen im Nacken führt. Stellen Dein Berufsleben oder die Familie eine hohe mentale Belastung für Dich dar, wird dies zu einem höheren Schmerzempfinden, einer verringerten Durchblutung und einem geschwächten Immunsystem führen. Du bist anfälliger für Krankheiten und Deine Muskulatur ist nicht mehr in der Lage sich ausreichend zu regenerieren. Häufig geht der Stress nicht nur mit Verspannungen, sondern auch Krämpfen einher. Stehst Du unter einer hohen Stressbelastung, ist eine ausgewogene Ernährung umso wichtiger, damit die Muskulatur optimal versorgt wird.

Diese Symptome spürst Du bei der Nackenverspannung

Die Gründe der Nackenverspannung können vielfältig sein. Doch welche Symptome treten eigentlich auf und wie nimmst Du diese muskulären Probleme wahr?

Schmerzen

Nackenverspannung - Schmerzen
Die Nackenverspannung führt zu Schmerzen und schränkt die Beweglichkeit ein

Es ist naheliegend, dass die Verspannung der Nackenmuskulatur zu Schmerzen führt. Bei leichten Beeinträchtigungen der Muskulatur wirst Du zwar kaum Schmerzen spüren, doch mit zunehmender Dauer werden die Schmerzen ausgeprägter. Bestimmte Kopfbewegungen zu einer Seite können diese Beschwerden auslösen. Die Schmerzen strahlen zudem bis in die Schultern aus.

Durchblutungsstörungen

Die Schmerzen sind ein deutliches Indiz dafür, dass Nackenverspannungen vorliegen. Aber hättest Du gedacht, dass auch Durchblutungsstörungen auftreten?

Ist die Nackenmuskulatur verspannt, ist der Blutfluss gestört. Dies hat weitreichende Folgen für den gesamten Körper. Durch den verminderten Blutfluss ist nämlich die Sauerstoffversorgung des Kopfes bzw. Gehirns vermindert. Es können Kopfschmerzen sowie Übelkeit auftreten und es Dir schwerfallen Dich zu konzentrieren. Somit leidet Deine mentale Leistungsfähigkeit und jede anfallende Aufgabe wird eine höhere Belastung darstellen, was wiederum den Stress erhöht. Ein Teufelskreis entsteht, wodurch die Nackenverspannungen nur noch stärker werden.

Einschränkung der Beweglichkeit

Bei einer Verspannung der Muskulatur ziehen sich die einzelnen Muskelfasern dauerhaft zusammen. Sie stehen ständig unter Spannung und wissen gar nicht, wie es ist, sich wieder zu entspannen. Wird dieser Zustand über einen längeren Zeitraum eingenommen, verkürzen sich die Muskelfasern.

Die Muskulatur versucht sich zu schützen und nimmt eine Schonhaltung ein. Dadurch wird sie zwar nicht weiteren Verletzungen ausgesetzt, doch hat dies zur Folge, dass der Muskel sich verkürzt und an Beweglichkeit verliert. Dies spürst Du deutlich, wenn Du den Kopf zur Seite drehst und dies bei einer Seite kaum mehr möglich ist.

Spürbare Verhärtungen

Teilweise gehen die Verspannungen auch mit einer starken Veränderung der muskulären Struktur einher. Du kannst selber ertasten, in welchem Bereich die Muskelfasern sich zusammenziehen. Dies ist als deutliche Verhärtung wahrnehmbar. Übst Du einen punktuellen Druck auf die Knoten aus, tritt ein intensiver Schmerz auf. Nutze eine Massagepistole, um diese Beschwerden zu lindern und eine Lockerung der Muskulatur herbeizuführen.

Diese Maßnahmen helfen gegen die Verspannung

Die Nackenverspannungen sind unangenehm und die Symptome können über die Zeitdauer zunehmen. Führe die folgenden Maßnahmen durch, um die Muskulatur zu entspannen und an Lebensqualität zu gewinnen.

Im ersten Schritt solltest Du daran arbeiten, dass Deine Nackenmuskulatur ihre Beweglichkeit zurückgewinnt. Dies gelingt, indem Du Dehnübungen ausführst. Neige Deinen Kopf bewusst zur Seite oder nach vorne, um eine Dehnung zu erzielen. Dies mag etwas unangenehm sein, doch ist essenziell, um die Schonhaltung zu verlassen. Gehe aber in keinem Fall ruckartig vor, sondern sei sehr behutsam und schonend zu Deiner Nackenmuskulatur.

Nackenverspannung - Arbeitsplatz
Um den Nackenverspannungen vorzubeugen, sollte der Arbeitsplatz ergonomisch sein

Ebenso solltest Du auf einen ergonomischen Arbeitsplatz wert legen. Führst Du zwar Übungen aus, um Nackenverspannungen zu lindern, aber während der Arbeit treten die Symptome wieder auf, wirst Du kaum die Verspannungen dauerhaft lösen. Achte daher darauf, dass Du eine gesunde Arbeitshaltung einnimmst. Dazu gehört, dass der Monitor den optimalen Abstand besitzt. Ein 17 Zoll großer Monitor sollte rund 60 cm von Dir entfernt stehen und ein Monitor in 21 Zoll ca. 80 cm. Ebenso ist es vorteilhaft, wenn der Schreibtisch höhenverstellbar ist und Du zwischenzeitlich auch im Stehen arbeiten kannst. Die Abwechslung tut Deiner Nackenmuskulatur und dem gesamten Körper gut.

Als Ausgleich zum Bewegungsmangel im Alltag sind gezielte Sportübungen wichtig, damit die Muskulatur ausreichend beansprucht wird. Trainiere Deinen Rücken und den Nacken, damit dieser der Belastung besser standhält. Du kannst dafür entweder Übungen zu Hause mit dem eigenen Körpergewicht ausführen oder Sportarten ausprobieren, die den gesamten Körper trainieren. Dazu gehören zum Beispiel Yoga oder Pilates.

Die Nackenverspannungen können durch eine ungesunde Schafhaltung entstehen. Schläfst Du auf dem Bauch, wird Dein Kopf zu einer Seite gedreht. Behältst Du diese Position die gesamte Nacht über, begünstigt dies die Nackenverspannungen. Besser ist es, wenn Du entweder auf dem Rücken schläfst oder zumindest die Schlafposition öfters wechselst. Dadurch findet eine ausgewogene Beanspruchung statt, durch welche das Risiko der Verspannungen geringer ausfällt.

Nicht vernachlässigen solltest Du zudem Deine mentale Belastung. Führe Entspannungstechniken durch, um den Stress und damit auch die Verspannungen zu reduzieren. Du kannst mit einem Nackenmassagegerät direkt auf den Muskel einwirken und Dir selber eine entspannende Auszeit gönnen. Oder meditiere täglich, um besser mit den Herausforderungen im Berufsleben umgehen zu können. Schaffst Du es den Stress zu mindern, wird sich dies auch auf muskulärer Ebene bemerkbar machen.

Die Symptome der Nackenverspannung erkennen

Nackenverspannungen sind eine häufige Begleiterscheinung des modernen Lebensstils. Es findet zu wenig Bewegung statt und eine ungünstige Haltung führt zu der verspannten Muskulatur.

Diese Beeinträchtigungen spürst Du am deutlichsten aufgrund der auftretenden Schmerzen, die vom Nacken, der Schulter und dem Hals ausgehen. Häufig lassen sich die Schmerzen provozieren, indem Du den Kopf zu einer Seite bewegst oder einen Druck auf die Verhärtung ausübst.

Neben den Schmerzen sind auch Kopfschmerzen, eine Bewegungseinschränkung und Schwindel, klare Symptome, dass Du unter einer Nackenverspannung leidest. Befolge die hier beschriebenen Maßnahmen, um die Muskulatur zu lockern und die Gesundheit des Nackens zu fördern.