Die Meditation erfreut sich einer immer höheren Popularität in Deutschland. Mehr und mehr Personen geben sich dieser Entspannungstechnik hin, um etwas Abstand vom stressigen Alltag zu gewinnen.

Es scheint verlockend, nur mit wenigen Minuten des reinen Fokus, eine höhere Lebensqualität zu erreichen. Doch welche Wirkungen können tatsächlich mit der Meditation erzielt werden?

Erfahre, was die Meditation bringt und welche Auswirkungen diese auf Deinen Körper und Geist hat.

Was ist die Meditation?

Bevor Du Dich von der Wirkweise überzeugen lässt, solltest Du verstehen, wobei es sich bei der Meditation überhaupt handelt. Denn es gibt eine Reihe von unterschiedliche Formen, die mit der Meditation zusammenhängen.

Oftmals wird die Meditation zudem in die esoterische Schublade gesteckt. Damit sei nur eine Wirkung für diejenigen absehbar, die auch daran glauben wollen.

Doch die zahlreichen Belege aus der Praxis und Forschung beweisen, dass es unfair wäre die Meditation in irgendeine wirkungslose Ecke zu drängen. Die Auswirkungen auf den Körper sind wissenschaftlich belegt und daher ist es nicht verwunderlich, dass die Anhängerschaft steigt.

Die Meditation kann grob als mentales Training bezeichnet werden. Du versetzt Dich in einen Bewusstseinszustand, in welchem Du den Fokus ganz auf Dein Inneres lenkst. Du blendest jegliche Ablenkung aus und befindest Dich ganz im Hier und Jetzt.

Auf diese Weise ist es Dir möglich, den konstanten Gedankenstrom zur Ruhe kommen zu lassen. Gerade in der heutigen Situation ist der Alltag geprägt von Problemen, Herausforderungen und negativen Gedanken. Dich plagen vielleicht finanzielle Sorgen oder das Umfeld im Beruf liegt Dir nicht? Dann wird dies konstant eine Belastung im Unterbewusstsein darstellen.

Die Meditation zielt darauf ab, die negativen Gedanken zum Erliegen zu bringen. Anstatt Dich mit den Sorgen zu beschäftigen, befindest Du Dich völlig in der Gegenwart und nimmst diese ganz bewusst wahr.

Durch das Meditieren werden die folgenden Wirkungen ausgelöst.

Positive Gefühle

Meditation - Positive Grundstimmung
Die Meditation sorgt für eine positive Grundstimmung

Die Meditation kann in den verschiedensten Formen durchgeführt werden. Meist wird der Fokus auf die Atmung gelegt und jegliches Abschweifen der Gedanken verhindert.

Es kann aber auch ganz bewusst mit der Kraft der positiven Gedanken gespielt werden. Dies ist etwa mit der Liebende-Güte-Meditation möglich. Bei dieser spricht der Meditierende sich in Gedanken Wörter der Güte zu. Auf diese Weise wird das eigene Wohlbefinden und die Stimmung verbessert.

Dass diese Autosuggestion wirkt, wurde in einer Studie mit Büroangestellten bewiesen. Nach einem Zeitraum von 6 Wochen stellten diese fest, dass Sie wesentlich mehr Freude und Hoffnung empfanden. Der Anteil der negativen Gedanken sank und sie fühlten sich viel dankbarer.

Die positive Grundstimmung zielt nicht nur auf den Geist ab. Auch körperliche Veränderungen lassen sich beobachten. Es tritt eine höhere Entspannung ein und dies wirkt sich wiederum positiv auf die Funktion der Organe aus. Es entsteht regelrecht ein positiver Kreislauf, in welchem der Geist zu einem höheren Wohlbefinden führt und die Gesundheit davon profitiert.

Zudem wurde auch die sozialen Beziehungen zu den Mitmenschen verbessert. Durch die Faktoren der Entspannung, besseren Gesundheit und dem Stand der Gemeinschaft wurde die Lebensqualität deutlich gesteigert.

Verbessert genetische Aktivität

Die Wirkung der Meditation lässt sich auf einigen Ebenen erkennen. Die Gene besitzen einen wesentlichen Einfluss auf das Wohlbefinden und die Gesundheit. Mit der Meditation ist es möglich, die Aktivität von bestimmten „schädlichen“ Genen zu reduzieren.

Dies wurde in einer Studie gezeigt, die die Achtsamkeitsmeditation ausführten. Im Vergleich zu der Kontrollgruppe, welche sich nicht mit der Meditation beschäftigte, konnte eine veränderte Genaktivität beobachtet werden.

Durch den Einfluss von Stress und Krankheiten werden entzündungsfördernde Gene aktiviert. Diese können hilfreich sein, um die Krankheiten zu bekämpfen und stellen einen Schutz des Körpers dar, doch bringen sie auch einige Nebenwirkungen mit sich. Die Gelenke schmerzen und es kann eine chronische Müdigkeit und Kraftlosigkeit auftreten.

Mithilfe der Meditation wurde die Aktivität der entzündungsfördernden Gene vermindert. Damit wurde ein ähnlicher Effekt erzielt, wie es eigentlich nur mit Medikamenten möglich ist.

Da die Meditation den Stress lindert und das Immunsystem stärkt, ist es möglich, dass die Ursachen der Entzündungserscheinungen reduziert wurden. So ist auch die geringere Genaktivität zu erklären und der Körper findet zu einer höheren Gesundheit.

Senkt den Blutdruck

Was bringt Meditation - Blutdruck
Dank der Meditation ist es möglich den Bluthochdruck in den Griff zu bekommen

Herzinfarkte und andere Krankheiten, die mit einem erhöhten Blutdruck einhergehen, stellen mittlerweile die Todesursache Nr. 1 in Deutschland dar. Sowohl Übergewicht als auch Stress führen zu dem erhöhten Blutdruck und damit gehen eine Reihe von gesundheitlichen Risiken einher.

Zwar sollte im Vordergrund stehen, die Ursachen zu erörtern und einen gesünderen Lebensstil zu pflegen. Doch eine langjährige Studie hat gezeigt, dass auch die Meditation zu einer Senkung des Risikos dieser Erkrankungen beiträgt.

Rund 200 Teilnehmer wurden über einen Zeitraum von mehr als 5 Jahren beobachtet. Die Forscher unterteilten die Probanden in zwei Gruppen. Eine Gruppe übte täglich die Meditation für 20 Minuten aus, während die andere Gruppe lediglich Gesundheitsbelehrungen erhielt.

Als Ergebnis der Studie stand fest, dass der Blutdruck der Meditationsgruppe in einem gesünderen Bereich lag als bei der Vergleichsgruppe. Damit ging ein ca. 50% niedrigeres Risiko einher an Herzinfarkten oder Schlaganfällen zu leiden. Die Sterblichkeit sank und die Probanden wiesen eine höhere Lebenserwartung auf.

Zurückzuführen ist dies wahrscheinlich auf die Reduktion des Stresses und einem niedrigeren Erregungszustand. Beides sind wichtige Faktoren, die sich auf den Blutdruck auswirken. Der Stress versetzt den Körper in Alarmbereitschaft und das Herz beginnt kräftiger zu pumpen. Der Blutdruck steigt und damit auch die Gefahr, das Blutgefäße geschädigt werden.

Somit bewirkt die Meditation, dass das Risiko von Herzkrankheiten zurückgeht und die Lebenserwartung steigt.

Lindert Schmerzen

Die Meditation ist auch in der Lage das subjektive Schmerzempfinden zu verändern. Zu diesem Zwecke führten Forscher einen Versuch durch, in welcher Probanden zwei Finger in 51°C heißes Wasser halten sollten. Unterteilt wurden die Probanden in zwei Gruppen. Während eine Gruppe die Meditation bereits seit mehreren Jahren die transzendentale Meditation durchführte, wies die Kontrollgruppe keinerlei Erfahrung mit der Meditation auf.

Im Ergebnis wurde gezeigt, dass Gehirnareale, der Teilnehmer mit Meditationserfahrung, schwächer auf den Schmerz reagierten. Dies waren vor allem Areale, die sich mit der emotionalen Verarbeitung des Schmerzes befassen.

Die Intensität des Schmerzes wurde hingegen von beiden Gruppen als gleich beschrieben. Die Auswirkung des Schmerzes war durch das Meditieren aber geschwächt. Der Stress oder eine Anspannung waren in Folge der schmerzlichen Erfahrung wesentlich geringer ausgeprägt.

Bekämpft Stress

Was bringt Meditation - Stress
Die Meditation hilft bei der Stressbewältigung

Der Grund weshalb viele Personen sich der Meditation widmen ist in der Reduktion des wahrgenommen Stresses. Ob im Beruf, dem Studium oder der Familie, der Stress ist allgegenwärtig. Das moderne Leben ist mit einigen Herausforderungen und Problemen bestückt, welche gemeistert werden sollen.

Daher wird die Meditation als ein Mittel gesehen, um den Stress zu bewältigen. In einer Untersuchung konnte gezeigt werden, dass mit Hilfe der Achtsamkeitsmeditation schon nach wenigen Tagen ein spürbarer Effekt auftritt.

Es reichen bereits wenige Übungseinheiten aus, um eine Stressreduktion hervorzurufen. Im konkreten Versuch gelang dies mit Einheiten von 25 Minuten Länge, welche drei Mal ausgeführt wurden.

Im Versuch zeigte sich, dass die meditierenden Probanden im Anschluss Sprach- und Mathematikaufgaben besser lösen konnten. Dies spricht dafür, dass Sie weniger stressanfällig waren und mit der komplexen Situation besser umgingen.

Damit zeigt sich, dass die Meditation ein gutes Instrument ist, um den Stress zu reduzieren und einen Zustand der höheren Entspannung zu erreichen.

Was Dir die Meditation bringt

Die Meditation besitzt auf einigen Ebenen eine wissenschaftlich bewiesene Wirkung. Diese können wie folgt zusammengefasst werden:

  • Reduziert den Stress
  • Verbessert die Gesundheit
  • Stärkt das Immunsystem
  • Lindert Schmerzen
  • Steigert das Wohlbefinden

Natürlich sind die Auswirkungen der Meditation noch weitreichender und Du solltest selber herausfinden, was die Meditation Dir bringt. Schon nach wenigen Meditationseinheiten wirst Du die positive Wirkung feststellen und eine höhere Lebensqualität erfahren.

Fühlst Du Dich vom Alltag überfordert und kreisen permanent negative Gedanken in Deinem Kopf, ist die Meditation ein wunderbares Mittel, um den Fokus auf die positiven Aspekte des Lebens zu lenken oder sich ganz einfach im Hier und Jetzt zu befinden.